Dieser Artikel ist in kurzer Form in der Zeitschrift VISIONEN Ausgabe 05/2017 erschienen. Link:  VISIONEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Maria und Jörg, beide spirituelle Lehrer, zeigen aus der Sicht des Gewahrseins ihre Beobachtungen der Befreiung sowie Heilung auf.

 
 
 
 

Was genau ist Krankheit?

Ist sie ein Übel oder ein 

Reisebegleiter zu unserer wahren Natur?

 

 

Heutzutage werden Milliarden Euros für die Forschung von Krankheiten ausgegeben und immer wieder großartige Erkenntnisse gemacht, die uns glauben und hoffen lassen, irgendwann den Menschen von seinen Krankheiten wirklich heilen zu können.

Die Frage stellt sich, ob Heilung wirklich möglich ist ohne unsere Ausrichtung auf unser bewusstes Sein? Das heißt, inwiefern lassen wir Gott für unseren Heilungsprozess zu?

Manche halten immer noch an dem Irrglauben fest, dass Gott die Möglichkeit zur Heilung nur Auserwählten oder besonders Ausgebildeten einräumen würde. Natürlich reicht Gott jedem, ohne Unterschied, die Möglichkeit, den Weg zur Bewusstheit, zum Selbst, zur Heilung zu gehen.

 

Die Wege des Herrn sind unergründlich, 

bevor man sie nicht selbst gegangen sind.

 

Solange wir nur an alten Konzepten festhalten und sie glauben, wird nicht viel passieren, im Gegenteil. Glaube sowie Wünsche wurden auf alten Ego-Vorstellungen in unserer Traumwelt aufgebaut und über Generationen weitergegeben. Wenn wir daran festhalten, behindern wir unser eigenes Erforschen und den möglichen Heilungsprozess.

Vielleicht verspürst du in dir eine Ahnung, den Weg in die Bewusstheit zu gehen. Es ist das göttliche Wissen, das als nebliger Schimmer noch unverstanden in dir aufsteigt. Finde das Vertrauen in dir, das dich weitergehen und erforschen lässt auf dem Pfad zu Gott.

 

Unsere Natur ist, die verlorene Bewusstheit der höheren Einheit wieder zu finden.

 

Um der Benennung „Gott“ die Religionslastigkeit zu nehmen, sprechen wir hier auch von Bewusstsein.

 

Krankheit - was ist sie in spiritueller Hinsicht?

Was ist eine Krankheit, wenn wir das Bewusstsein als Urgrund von Allem betrachten? Das, was wir Körper nennen, ist verdichtetes Bewusstsein, sprich Energie und Informationen. Das gesamte Bewusstsein entfaltet sich im Ausdruck vom energetischen Urgrund zur Oberfläche der Formen. Die Urenergie drückt sich in höheren Ebenen in Genen, Körperzellen, Organen, Chemie und Formen aus. Auf dem wahrnehmenden Weg zum Urgrund wird dies erlebbar erkannt.

Was sich hier vielleicht etwas mystisch anhört, kann zu deinem natürlichen Erleben werden, sobald du die Ego-Verstandes-Ebene verlässt und dich auf deinen inneren Heilungsprozess einlässt.

 

Was also kann krank sein?

Zunächst müssen wir verstehen, dass verschiedene Faktoren wie unser Geist, das Bewusst- sein, die Energie, der Körper mit den Gefühlen und Emotionen, Gene, unsere innere Einstellung und Ausrichtung sich gegenseitig beeinflussen und zusammenspielen, bis eine Krankheit dann entsteht und zum Ausdruck kommt. Gewöhnlich bezeichnen wir erst dann etwas als krank, wenn der Körper sichtbare Symptome wie Hautausschlag, Schmerzen oder Krebs aufweist.

 

Das, was wir Körper nennen, ist verdichtetes Bewusstsein, sprich Energie und Information.

 

Wenn wir das verstanden haben, dass der Körper Bewusstsein und Energie und Information ist, dann könnte uns auch damit klar werden, dass das, was wir als körperliche Krankheit sehen, Signale aus den tieferen Bewusstseinsebenen sind.

Hier ein kleines Beispiel: Wenn ein Mensch eine Backpfeife bekommt, kann es in den oberen Ebenen auf der Haut einen Kratzer oder einen Abdruck geben, der dann in den unteren Ebenen durchschwingt und sich als Information manifestiert. Es ist möglich, dass sie nach Jahren wieder hochschwingt und sich als Hautrötung wieder zeigt. Wir sprechen hier aber noch nicht von Heilung, nur weil die Information als Hautrötung wieder hochschwingt. Sie ist nur ein Hinweis, „Hallo, ich bin noch da. Komm bitte zu mir in die Tiefe und erlöse mich mit deiner Aufmerksamkeit.“

Der Körper bringt die Unstimmigkeiten in uns nur zum Ausdruck. Er ist ein Gefäss, in dem alle falsch interpretierten Informationen, Verhaltensmuster, Ängste und Kontrollmechanismen gespeichert sind. Wenn wir ihn nicht mehr als Feind, sondern als Freund ansehen, dann können wir ihm offen und liebevoll zugeneigt begegnen. Er zeigt uns, wie wir mit uns umgehen und an welchen Konzepten und Gefühlsmustern wir festhalten, er kom- muniziert mit uns in jedem Moment - wir müssen nur lernen, ihm vorurteilslos zuzuhören und wirklich zu spüren und wahrzunehmen.

Bei einem tieferen Erkennen wird klar, dass im Heilungsprozess keine Krankheit geheilt wird, sondern die Information der Energie löst sich auf und damit auch die bestehende Blockade. Dieses Prinzip finden wir beispielsweise in der Klassischen Homöopathie, wo „Ähnliches mit Ähnlichem“ geheilt wird. Erst wenn der Patient die Information des Mit- tels in energetischer Form zu sich genommen hat, die genau seinem Krankheitsmuster entspricht, kann sie in seinem Bewusstsein zutiefst integriert werden und damit den Heilungsprozess unterstützen. Angenommen, eine Frau hat große Angst, verlassen zu werden und hat verschiedene Strategien entwickelt, um diese Angst und entsprechende Situation zu vermeiden. Für ihren Heilungsprozess würde sie ein homöopathisches Mittel erhalten, das genau diese Information in energetischer Form enthält, das dann im Prozess durch seine Ähnlichkeit in ihr wirken kann. Es geht nicht nur um diese Energie, die dann in ihr zum Fließen kommt. Ihr muss auch zutiefst bewusst werden, dass sie mental diese Angst geglaubt hat und emotional und energetisch darauf reagiert hat. In dem sie dieses Muster immer tiefer aus dem Bewusstsein heraus wahrnehmen und energetisch spüren kann, löst sie sich allmählich aus deren Identifikation. Es könnte ihr möglich sein, dass sie irgendwann sieht, dass sie nicht die Verlassenheitsangst ist und sich auch nicht mehr von ihr beherrschen lässt, sondern dass sie nur eine angelernte Überlebensstrategie war. Wenn sie immer mehr ihre wahre Natur erkennt und stabilisiert hat, hat die Verlassenheitsangst ihren Dienst getan und kann einfach wegfallen. Die Frau schaut nicht mehr durch eine verschmutzte Brille, die ihr eine Verlassenheitsangst aufzeigt, sondern sie kann klar sehen, dass da nichts ist.

Aus spiritueller Sicht ist Krankheit ein Irrglaube. Die negative Benennung „Krankheit“ ist nur aus Unwissenheit entstanden. Aber im eigentlichen Sinne ist sie ein wunderbares Signal von Gott, dass es Zeit ist, tiefer zu schauen und unsere wahre Natur zu ergründen. Unsere Natur ist Einheit und nicht Trennung. Sobald wir uns aber als die getrennte Person erleben und glauben, dass wir dieser Körper sind, fehlt uns die Einheit und wir versuchen, diesen Mangel mit allen möglichen Bedürftigkeiten zu stopfen. So wie wir mit der Zeit gelernt ha- ben, die Benennung Krankheit als etwas Negatives, das ausgelöscht werden muss, zu sehen, so stecken wir auch in vielen weiteren Irrglauben fest. Beispielsweise glauben die Menschen auch, dass wenn sie den anderen Menschen brauchen und festhalten, dass es Liebe ist.

Solange wir in dem Glauben sind, dass Krankheit so schnell wie möglich wieder weg sein soll und dass wir sie nicht als Hinweis und als Wegbegleiter unseres Bewusstseins sehen, ist keine wirkliche Heilung möglich.

Um ein besseres Verständnis von Krankheit und Heilung zu erhalten, unterscheiden wir zwischen der weltlichen und persönlichen Sichtweise, die aus dem „Traum-Erleben“ heraus geschieht und die freie Sichtweise, wenn man seine wahre Natur, das Sein, bereits erkannt hat. Solange wir uns als getrennte Person erleben und daran glauben und an diesem Gedankenkonzept festhalten, werden wir die scheinbaren Krankheiten bekämpfen und weiterhin gegen sie arbeiten. Menschen gehen zum Arzt oder Therapeuten und er versucht die Krankheit zu besiegen. Wenn wir zu Alternativen Heilern und Therapeuten gehen, beispielsweise Schamanen, Handaufleger, Energie- und Chakrenarbeiter, sind diese auch da- von überzeugt, dass sie dem Hilfesuchenden helfen und heilen können. Aber was geschieht da wirklich? Sie alle arbeiten auf der Personen-Ebene und in der Psyche. Sie gehen von einem Ich aus, das krank ist und wenn es sich verändert, psychisch und physisch, dass es dann Heilung erfährt. Sie nehmen die Geschichte des Ich’s als Grundlage und weil sie als feststehende Tatsache geglaubt wird, versuchen sie, diese zu verbessern, um Frieden und Heilung herzustellen. Die Personen-Ebene kann jedoch immer nur das Nervensystem und die Psyche beruhigen, aber nicht wirklich heilen. Denn die Ur-Krankheit ist ja der Glaube, eine getrennte Person zu sein. Der Verstand lernt dann nur, die Muster und Schatten besser zu kontrollieren. Natürlich fühlt sich der Hilfesuchende besser und verstandener, wenn er sich aus einer engen Beziehung gelöst hat oder wenn er gelernt hat, Nein zu sagen oder wenn er von seinen Zwangsvorstellungen nicht mehr beherrscht wird. Diese Personen-Ebene und in der Psyche zu arbeiten, ist wichtig und sogar eine Art Voraussetzung, um dann später das Ich als Illusion zu erkennen und zu transzendieren. Klar ist, dass solange an der Person und deren Geschichten herumgedoktert wird, keine Heilung geschehen kann, nur Beruhigung.

 

Die wirkliche Heilung findet dann statt,

wenn wir unserer wahren Natur bewusst sind und aus dem Frieden heraus wahrnehmen und erleben.

 

 

Wir dürfen also nicht außer acht lassen, dass unser Bewusstsein, also unser göttliches Sein, dabei die entscheidende Rolle spielt. Es reicht nicht aus, nur darüber zu sprechen, wir müssen unsere göttliche Natur wirklich anerkennen und anzapfen. Gott oder das Bewusstsein steht uns seit ewigen Zeiten für die Heilung und Einswerdung von Geist und Körper zur Verfügung. Statt dass die Menschen seine Geschenke annehmen und die Chance zur Heilung darin sehen, bleiben sie oftmals in der Verweigerung stecken oder sagen: nein, „ich bekomme das selber hin“. Eine typische Aussage vom Ego.

Menschen lassen sich zu Ärzten und Therapeuten oder ähnliches ausbilden und so manche glauben sogar, dass sie die Heiler selbst sind. Solange wir an einer Heilungsabsicht festhalten, blockieren wir den eigentlichen Heilungsprozess. Wir sind dann so arrogant und glauben, den Vorgang selbst bestimmen zu können oder die Heilung in der Psychologie und im Körper finden zu können.

 

Der Prozess

Es ist eigentlich ganz einfach. Auf der Forschungsreise zu deinem Selbst gehst du Ebene um Ebene tiefer in den Fuchsbau des Bewusstseins. Wenn du in den Ebenen bist, wo du wahrnimmst, dass du nicht mehr der Denker bist, fragst du dich: "Wer beobachtet den Denker?" Da du auch den Körper beobachten kannst, wird dir bewusst, dass das, was beobachtet, du - das Bewusstsein - ist.

 

An dieser Stelle verlässt du erstmals die Traum-Ebene

Du beobachtest dann den Körper als energetische Form. Wie ein Ameisenhaufen ist die Körperform, die völlig lebendig mit Energieteilchen wahrnehmbar gefüllt ist. Im gesunden Zustand sind die Zellen und das Nervensystem auf natürliche Weise rein, frei und entspannt. Sie haben noch kein Wissen angereichert. Sobald aber die Emotionen und Gefühle - die ein Kind ursprünglich erlebt - bewertet, festgehalten und kontrolliert werden, entsteht eine gewisse Anspannung im Körper und die Energie ballt sich stellenweise zusammen. Du erkennst im Energiekörper dann Stellen, die spürbar stärkere Verdichtungen aufweisen. Das sind Schatten, die ein Sammelbegriff für Neurosen, Verhaltens- und Glaubensmuster, Blockaden, verdrängte Gefühle, Ängste und Traumatas darstellen, die sich dann irgendwann in den oberen Ebenen als "Krankheiten" ausdrücken.

Du kannst beobachten, wie die blockierte Energie wandert sowie größer oder kleiner wird. An der Intensität und der Veränderung der Schmerzen kann man sehen, dass es wirklich geschieht. Für diesen Vorgang musst du weder etwas wissen, noch brauchst du eine medizinische Ausbildung dafür. Du richtest nur deine Aufmerksamkeit aus deiner Präsenz darauf aus und nach einer bestimmten Zeit löst sich die Energieverdichtung schrittweise auf. Es ist auch möglich, dass sich während dem Auflösungs- und Heilungsprozesses die Energieverdichtung schmerzhaft ausdrückt und dann ist die unbedingte Akzeptanz und Hingabe an diesen Ausdruck gefordert.

Tja, so einfach reicht uns Gott die Hand und wenn wir sie annehmen, können wir Heilung erfahren. Aber auch hier gibt es noch einen Haken, denn es geht hier nicht um die Ausrichtung deiner Aufmerksamkeit aus dem Ego-Verstand - und ja, diese Reise kann ein langer und harter Prozess werden.

Wir beide sind zuerst einzeln und dann gemeinsam durch diese verschiedenen Ebenen in den tiefen Fuchsbau des Bewusstseins gegangen und begleiten aufgrund dieses Erlebens die Menschen in ihrer eigenen Heilungsreise. Diese kann dich aus der Traumwelt ins Erwachen führen, aus der Dunkelheit deiner unzähligen Glaubensmustern hin zur Leichtigkeit und Freiheit.

 

Zu glauben, dass Selbst-Heilung nicht möglich ist, ist Inhalt des weltlichen Traums.

 

Hier ist die Einladung, dass du dich deinem Sein zuwendest und dich deinem Heilungs- und Befreiungsimpuls öffnest. Wir können uns gegenseitig im Prozess unterstützen, aber heilen kann sich letztlich jeder nur selbst. Wenn wir alles selber machen wollen und eine angemessene Unterstützung verweigern, können wir in einem betäubten und bedürfnisvollen Basteln an Körper und Geist hängen bleiben. Oder man stochert an Krankheitssympto- men herum, die man mehr verschiebt und unterdrückt, als heilt. Eine Unterstützung ist also sehr oft hilfreich und auch wichtig, aber mitentscheidend ist vor allem, von wem du dich unterstützen lässt. Wenn auf der psychischen und persönlichen Ebene gearbeitet wird, wird an den Symptomen und in der Psyche gearbeitet. Das heißt, es handelt sich immer nur um eine oberflächliche und akute Behandlung oder um eine Veränderung, die allerdings nur innerhalb der begrenzten persönlichen Ebene stattfindet. Wer aber darüber hinausgehen möchte, braucht einen spirituellen Begleiter und/oder Lehrer. Aber auch hier muss wieder unterschieden werden. Der Lehrer kann den Hilfesuchenden nur so weit begleiten, wie er selbst gegründet ist. Jeder spielt auf dem Spielfeld, das er beherrscht und worauf er sich befindet. In anderen Worten, wenn der Lehrer nur die deutsche Sprache spricht und kein Chinesisch, dann unterrichtet er anderssprachige Menschen in deutscher Sprache und versucht nicht, eine andere Sprache noch zu vermitteln, die er nicht ausreichend kennt. So ist es auch hier, wenn es um wirkliche Heilung und Spiritualität geht. Ein spiritueller und erwachter Lehrer kann dich in deinem Befreiungs- und Heilungsprozess so weit begleiten, wie er selbst wach und frei ist.

Natürlich nutzen wir die Hilfe des Arztes, wenn ein Unfall passiert und operiert werden muss oder wenn du Schmerzen kaum ertragen kannst. Der Arzt kann verschiedene unterstützende Voraussetzungen beim Patienten schaffen, damit der sich in seinem Prozess ver- tiefen kann, um seinen eigenen Anteil an dem Heilprozess beizusteuern.

Es wird irgendwann die Zeit kommen, wo der Arzt dem Patienten neben seiner Arbeit noch folgende Aussage hinzufügt:

"Ok, nun haben wir die Signale an der Oberfläche - also die sichtbare Spitze des Eisberges über der Wasseroberfläche - bestmöglichst versorgt und nun sind Sie dran, in die Tiefe hinab zu steigen, um den Ursprung dieser Signale anzusehen. Wenn Sie sich das allein nicht zutrauen, können Sie einen Therapeuten zur Unterstützung hinzuziehen. Wenn Sie tiefer gehen wollen, also „ins Eingemachte“, dann ist ein spiritueller Begleiter angebracht.

Wenn Sie an wirklicher Heilung interessiert sind, dürfen Sie das, was Sie Krankheit nennen, als ein Signal in einem Prozess begreifen, der Sie an ihre verlorene Bewusstheit erinnert. Es ist ein erstes oder weiteres Signal, dass es jetzt an der Zeit ist, sich auf den Weg zu machen. Wenn Sie aber noch keine Lust haben oder der nötige Impuls dafür noch fehlt, werden wir uns wohl bald wieder sehen."

Wenn wir im Heilungsprozess einen Schritt weitergehen, dann kommen wir nicht umhin, auch die bedürftigen Schattenanteile anzuschauen. Um sie wirklich ans Licht zu bringen, braucht es auch hier wieder einen Begleiter, der zum großen Teil seine eigenen bedürftigen Anteile nicht nur durchschaut, sondern auch ausgeheilt hat. Nur dann kann er dich mit seiner Präsenz und Klarheit deine Anteile aufzeigen und spiegeln, weil er sein waches Dasein in diesen Ebenen realisiert hat. Er kann dich durch deine dunklen Schichten führen, weil er seine bereits transzendiert hat. So ist zwar jeder sein eigener Heiler, aber die Anwesenheit eines (religionsfreien) spirituellen Lehrers spielt trotzdem eine wesentliche Rolle dabei. Er kann dir deinen inneren Lehrer spiegeln und ein tieferes und berührendes Erkennen inspirieren.

 

Was verstehen wir unter Bedürftigkeiten?

Zunächst ist der Mensch im Irrglauben gefangen, dass er sich einsam und getrennt von Gott und der Existenz fühlt. Mit dem Trennungsgefühl geht automatisch ein tiefes Mangelgefühl einher. Du fühlst dich nicht ganz, es reicht nie aus, egal was du tust und wohin du gehst. Die Sättigung hält immer nur für einen Moment an. Dann geht die Suche von vorne los. Deshalb bist du fast permanent in der Traumwelt beschäftigt, beispielsweise nach Anerkennung und Liebe zu suchen und unternimmst sehr viel dafür, um sie von anderen Menschen zu erhalten. Im Heilungsprozess geht es um das Erkennen und Auflösen der existentiellen Bedürftigkeiten des scheinbaren Ichs. Die immer wieder kehrenden bedürftigen Ego-Belohnungssucht-Trips zu erkennen und zu heilen, sind sicherlich richtungsentscheidend und letztlich not-wendig.

Ein Anfang kann sein, dass du deine Augen zum Sehen und nicht zum Suchen benutzt. Unsere Bedürftigkeit nach allem gibt uns keine Chance, aus der Suche in der Traumwelt auszusteigen. Wie ein gieriger Falke suchen unsere Augen nach dem Glück und der Liebe.

 

Es gibt nichts zu finden, gib die Suche auf!

Es ist alles schon da, du brauchst nur innezuhalten und zu sehen, was ist.

 

Schaue die Menschen an und beobachte, was in dir schaut. Wenn dein Wollen hinter den Augen sich beruhigt, wirst du anfangen, die Essenz von allem wahrzunehmen, die Liebe. Beobachte, wer deine Linse steuert, wer sagt in dir, worauf du schauen sollst? Beobachte ihn und du wirst erkennen, dass der Bedürftige nach Erlösung fleht und wenn du ihn, ohne etwas zu tun, weiter beobachtest, transformierst du diesen Schatten.

Dann wirst du auch deine Heil-Begleiter erkennen. Du wirst wissen, dass sie zu deinem Prozess für einige Zeit dazugehören. Du bist der Heiler deiner Bewusstheit und die Begleiter vervollkommnen deinen Prozess. Dieses Sehen und diese Hingabe an das, was ist, ist das Heil.

In der Ebene, wo du dich im wahrnehmenden Prozess mit deinem Begleiter triffst, kannst du die „Krankheit“ als lebendige Energie sehen. Es ist ein Sehen energetischer Form, wie ein Künstler, der das fertige Bild schon sieht, bevor er den Pinsel in die Hand nimmt und es anfängt zu malen. Oft sieht man auch kein Bild. Dann ist es wie ein klares, sehr vertrauensvolles Wissen, dass der dir im Moment zur Verfügung stehende Möglichkeitsraum es einfach erschafft.

Es ist nur ein Spiel Gottes, aber da jeder so heftig mit seinen Bedürftigkeiten in dieser Traumwelt verwickelt ist, kann es kaum jemand sehen. Gott lässt uns weiter und weiter glauben, bis wir erkennen, dass nicht der Glaube, sondern die Selbsterforschung uns bewusst werden lässt.

So wie die Forschung in der Medizin und Heilkunde sich entwickelt, wurden in ähnlichem Maße auch die Neurosen, Traumas und Glaubensmustern extrem erworben und gefestigt, dass es für den Ego-Verstand nicht zu gewinnen geht.

 

Es ist, als wenn ein Fisch das Wasser sucht, indem er gerade schwimmt.

 

Die medizinische Wissenschaft klammert sich an den wissenschaftlichen Nachweis, aber was weisen sie nach? Die Chemie ist schon ein Ausdruck der Energie in den mittleren Ebenen. Die Medizin nimmt im Körper die Chemie wahr, die nur ein kleiner Teil des Prozesses ist und wenn in diesem Teil etwas scheinbar funktioniert, wird es als Nachweis angesehen. Es ist, als wenn du die Wellen der Wasseroberfläche als Ozean begreifst.

Trotz explodierenden neuen Erkenntnissen sterben immer mehr Menschen an extremeren Krankheiten, aber das Ego kann sich aufgrund der bedürftigen Schatten, die eingeschränkte Sichtweise zum Ganzen hin noch nicht öffnen.

 

 

Was ist ein Nachweis wert, wenn es nur ein Teil des Ganzen ist?

 

Wir können mit unserem Willen im anderen Menschen nichts machen und nichts heilend verändern. In unserer Begleitung von Menschen laden wir nur in unsere gegründete Präsenz im Bewusstsein ein und spiegeln ihren inneren Lehrer, weil sie ihn selbst noch nicht wahrnehmen. Sämtliche Einflüsse von Glaubensmustern oder Heilkonzepten würden diesen reinen Prozess nur zur verwässerten Missionierung mutieren lassen. Es braucht hier kein Dazutun. Das Bewusstsein stellt in jedem menschlichen Ausdruck alle Zutaten für die Heilung zur Verfügung. Man braucht dann nur den Weg beschreiten und die Blumen am Wegesrand pflücken.

 

Wir nehmen einander wahr, 

dass wir uns unterstützen, um unserer wahren Natur wieder bewusst zu werden.

 

Wenn du dann einen körperlichen Ausdruck nicht mehr als Krankheit, sondern liebevoll einladend als ein neues Heilgeschenk betrachtest, fällt deine gesamte Aufmerksamkeit nach innen in diesen Prozess. Diese Aufmerksamkeit ist dann mit tiefer Liebe und hingebungsvoller Akzeptanz ausgerichtet und Gott zeigt dir dann genau wahrnehmbar, wann wieviel und wo deine Aufmerksamkeit für das Heilen hin fliessen darf.

Und ja, dieser göttliche Prozess läuft, wenn man in sich den Forscher manifestiert hat, auf das umfassende Heilsein des geistig und körperlichen Ausdrucks des Bewusstseins zu. Das ist mit der allumfassenden Ausrichtung deiner Aufmerksamkeit möglich. Der Prozess, des sich bewusst Werdens seiner wahren Natur, dem Erwachen aus der Traumwelt und schließlich der Erleuchtung.

Trauma

Das Phänomen „Trauma" ist eine Benennung, die auf eine immens starke Verletzung oder Wunde hindeutet, die uns irgendwann äußerlich zugestoßen ist und wo es uns nicht möglich war, auf natürliche Weise damit umzugehen.

Manche erlebten in der Kindheit Gewalt und körperliche sowie psychische Schmerzen oder sie mussten als Kind eine überaus große Verantwortung übernehmen oder waren einer massiven Angstsituation ausgesetzt. Man könnte hier noch weitere Beispiele aufführen. Peter Levine, der die Somatic Experiencing entwickelt hat, beschreibt, dass der Mensch in extrem bedrohlichen ausweglosen Situationen entweder mit Flucht, Kampf oder mit Erstarrung reagiert. Diese biologischen Reaktionen setzen sich im Körper fest und man reagiert in gewissen Situationen immer wieder auf diese ähnliche Weise. Der Mensch ist in Alarmbereitschaft, weil er sich bedroht fühlt. Ein „bewusst wacher und befreiter Mensch“ weiß, dass keine Gefahr oder Bedrohung herrscht, weil er im JETZT lebt und die gespei- cherten krankmachenden Informationen nicht mehr glaubt. Wenn er in seinem Befreiungsprozess weitergegangen ist, hat er sie auch weitgehendst aus dem Körper gelöst. Er kann dann die Situation sehen, wie sie ist, ohne die Interpretation einer Gefahr.

Solange in unserem Geist und Körper solche schwerwiegende, aber auch weniger gewichtige Reaktionsprozesse gespeichert sind, wird es uns nicht möglich sein, in Freiheit, Frieden und Gelassenheit dem Leben zu begegnen. Die sogenannten Muster werden aktiviert und angetriggert und laufen gewöhnlich schneller ab, als sie uns bewusst sind.

Aufgrund meiner 20 jährigen Therapie- und Bewusstseinsarbeit und danach durch die gemeinsame spirituelle Begleitung mit Jörg können wir nun heute diese Phänomene aus einer umfassenderen Sichtweise sehen. Wenn wir aus dem tiefen Gewahrsein heraus den Menschen begleiten, dann ist es uns möglich, direkt und unmittelbar mit seinem inneren Lehrer - dem Sein - zu kommunizieren. Auf dieser Ebene erzählt der innere Lehrer des Betroffenen ganz offen, was es braucht, damit wir demjenigen den Hinweis geben können, das Muster zu durchschauen und dann auch aufzulösen.

Wenn die o. g. drei Reaktionen im Körper gespeichert und angetriggert werden, agieren sie sich blitzartig aus. Eine Person hat beispielsweise gelernt, aus einer für sie angstvollen oder bedrohlichen Situation zu flüchten, indem sie bestimmte Teile in der Kindheit abgespalten hat und heute bei Konfrontation nicht mehr bewusst im Körper anwesend ist. Sie will sich nicht mehr verletzen lassen und fühlt deshalb nur noch wenig. Eine andere Person befindet sich in einem sehr angespannten und beinahe permanenten Kampf-Modus, weil sie sich früher bedroht gefühlt hat. Heute drückt sich der Kampf und Widerstand gegenüber ihrem Chef und ihrem Partner/-in aus. Dabei geht es nicht darum, was diese Menschen sagen oder tun, denn sie schaut und erlebt aus ihrer Kamp ereitschaft und kann deshalb nichts anderes hören und wahrnehmen. Wieder eine andere Person lebt sehr kontrolliert, so dass sie bei Herausforderungen oder unbekannten Situationen beinahe erstarrt vor Angst und wie gelähmt ist. Ihr ist es nicht möglich, spontan und angemessen zu handeln. Wir dürfen uns bewusst sein, dass diese Reaktionen eine Art Schutzmechanismen sind, die dem damaligen Kind das Gefühl gaben, dass es auf diese Weise überleben kann. Die Reflexe und sogenannten Muster und Schatten werden im Laufe des Lebens immer mehr konditioniert und zutiefst geglaubt. Aus dieser „Unbewusstheit" heraus kreieren sie fortlaufend die Dramen neu, die sich im Alltag natürlich auch bestätigen. Sie haben absolut nichts mit dem Augenblick zu tun, der vollkommen frei und offen ist und sie haben nichts mit ihrem wahren Wesen zu tun, das von diesen Traumas und Geschichten unberührt ist.

 

Es gibt Betroffene, die ein starkes Trauma erlebt haben und es wie ihr eigener Besitz bewahren, so wie andere ihr Haus oder ihr Boot. Sie waren schon bei vielen Therapeuten und signalisierten auch gleich, dass man ihnen sowieso nicht helfen kann. Sie bestehen beinahe auf ihr leidvolles Opfer-Dasein und machen daraus eine besondere Rolle, weil sie dadurch Aufmerksamkeit und Mitleid erhalten. Ich durfte des öfteren erleben, sobald sich eine leichte Besserung aufgetan hat, dass sich ihr Schatten fast bösartig ausgedrückt hat, weil er sich in seiner Existenz bedroht fühlte. Nicht selten stempelt ja auch die Schulmedizin bestimmte Krankheiten als unheilbar ab und die Patienten müssen sich damit abfinden. Die meisten tun das auch und schlucken lieber Tabletten, als dass sie sich aus ihrem Leiden befreien.

 

Denn wer sind sie ohne ihre dramatische Geschichte?

 

Wenn die Betroffenen bereit sind, ihr Trauma und ihre Geschichte nicht mehr vehement zu verteidigen und an ihm festzuhalten, ist das bereits der erste Schritt für eine neue Sichtweise und Loslösung.

Um aus diesem leidvollen Teufelskreis herauszukommen, braucht es zum einen die nötige Bereitschaft dafür und zum anderen eine gute Unterstützung oder Begleitung. Der Betroffene kann sich immer mehr bewusst werden, dass obwohl er sich den gespeicherten Verlet- zungen und Mustern aussetzt und sie wahrnimmt, ihm JETZT nichts passiert. Je tiefer er sich dessen bewusst wird, um so mehr kann sich das Trauma und die schattenhaften Muster lösen. Es kann ein inneres Vertrauen und eine Stabilität entstehen, die ihn immer mehr aus der Vergangenheit und dem Leiden ins Jetzt und in die Leichtigkeit bringt. Denn wenn wir im gegenwärtigen Augenblick unserer wahren Natur bewusst sind, kann kein Trauma noch als Trauma wirken. 

In der spirituellen Begleitung sind die meisten Suchenden sehr erstaunt, wenn sie nicht aus ihrem gewohnten Denken, sondern aus dem Bewusstsein heraus ihren Körper etwas genauer wahrnehmen und spüren. Er ist meistens angespannt und verkrampft, weil er in Kampf- und Verteidigungsbereitschaft ist und sich bedroht fühlt. Dafür braucht derjenige kein Trauma erlebt haben, es reicht aus, wenn er glaubt, dass er ein getrenntes Wesen ist und sein Leben selbst meistern und kontrollieren muss oder möchte. Aus diesem Irrglauben entstehen unzählige Muster und Schatten, die sich immer tiefer in unser identifiziertes Bewusstsein und im Körper manifestieren. Das zeigt, dass der Mensch, solange er sich nicht befreit hat, in einem Traum so dermassen gefangen ist, dass er nicht wahrnehmen kann, was wirklich ist. Unsere einzige Möglichkeit, uns daraus zu befreien, ist, dass wir das, was auftaucht, einfach nur beobachten. Es kann uns immer mehr bewusst werden, dass wir die Dinge so sehen und erleben, wie wir gelernt haben und konditioniert sind, sie zu sehen und zu erleben, im Gegensatz dazu, was tatsächlich ist. Wir sprechen hier von einem sehr intensiven und längeren Bewusstwerdungs- und Heilungsprozess, der einen Schicht für Schicht tiefer gehen lässt. Mit jedem Erkennen, Beobachten, Wahrnehmen und Spüren können sich gebundene Energien einfach lösen und das unschuldige Sein kann immer mehr zum Vorschein kommen.

 

Anhand eines Beispiels von Jörg, das er vor vielen Jahren erlebt hatte, möchten wir hier die spirituelle Vorgehensweise seines sogenannten „Trauma“, was letztlich auch nur ein Schatten war, aufzeigen und etwas erläutern. Das Trauma oder der Schatten unterschied sich allerdings insofern zu einem normalen Verhaltensmuster, da er sich stärker und mehr in vertiefenden Bewusstseins-Ebenen manifestiert hat.

Diesen „Trauma“-Schatten erleben die Menschen oft bewusst nur in dramatischen Bildern und Geschichten, die sich im Ego-Verstand in einer Endlosschleife abspielen. Im Ego-Verstand versucht dann die Psychotherapie dem Trauma Herr zu werden, aber hier zeigt sich nur die Spitze des Eisberges. Der restliche Eisberg ist in seinen vielen Schnee-Schichten im verkörperten Bewusstsein manifestiert und hierfür ist eine intensive Selbsterforschung von Nöten. Das bedeutet, dass man Schneeschicht für Schneeschicht tiefer geht, und jede Bewusstseinsebene fördert ein Betreten, Betrachten und ein Erlösen in Frieden und in Liebe. Die Begegnung in der Therapie ist also bestenfalls der Anfang. 

„Ich erlebte so ein Trauma, was durch eine Scheinhinrichtung sowie Folter im politischen Zuchthaus in der DDR in meinem Erleben abgespeichert war. Dieses Trauma ist mir schon öfters in verschiedenen Ebenen begegnet und es konnte in der Selbsterforschung verhältnismäßig leicht durch eine liebevolle Zuwendung auch aufgelöst werden. Die eigentliche Heilung fand jedoch erst in einer sehr tiefen Ebene, im Urgrund, die ersehnte Auflösung.

Dieser „Trauma“-Schatten zeigte sich bei mir noch gelegentlich als Migräne-Schmerz und als er bei einer Zahnbehandlung den wohl letzten Entzündungsherd in meinem Körper an der Oberfläche auflöste, meldete sich der Trauma-Schatten massiv. Ich erlebte fast täglich Migräne-Schmerzen und mir war bewusst, dass er in meiner Reise durch die Bewusstseinsebenen nun dort angekommen ist, wo dieser Trauma-Schatten zur Disposition stand. Hier begleitete mich Maria mit dem Erspüren der unterstützenden Homöopathie, die meinem Heilprozess eine notwendige betreuende Festigkeit und zugleich fliessende Struktur verlieh.

Ein Zulassen, besser noch, ein bewusstes sowie hingebungsvolles Einlassen in eine Begleitung ist oft die entscheidende Kraft im Heilprozess.

Ich folgte dem Schatten in einer sehr schmerzreichen Nacht mit meiner gesamten ausgerichteten Aufmerksamkeit und bei einem heftigen Schmerzimpuls öffnete sich das gesamte Trauma-Spektrum. Ich sah nochmals den gesamten Prozess und es zeigte sich, dass hier eine Teilung, ja mehrere Abspaltungen als Schutz zugrunde lagen. Erst als sich im Prozess diese vielen Abspaltungen klar zeigten, war es möglich, auch alle Einzelschatten-Anteile zu erkennen. Ich sah Energiegruppen, in denen wie verpixelte Bilder erschienen, die das Erlebte zeigten, was hier zugrunde lag.

 

Plötzlich wird klar, was alles in dem Körper-Geist-System mit diesem Trauma zusammenwirkte. Es zeigten sich viele Verhaltens- und Gewohnheitsmuster aus meinem Leben, die ich nie mit diesem "Trauma-Schatten" in Zusammenhang gesehen hätte. All das konnte ich nun in der liebevollen Betrachtung auflösen.

Hier ist von entscheidender Bedeutung, dass die Betrachtung des Prozesses aus einem tief realisierten Frieden passierte. Wenn man stattdessen mit dem Willen herangeht, würde das den Schatten nur wieder manifestieren. Aber wahrscheinlich würden sich diese Ebenen ohne den realisierten Frieden gar nicht zeigen. Es ist erst etwas dran, wenn es dran ist und wenn du also wirklich bereit und reif dafür bist.

Ich sah im Gesamten, dass im Magen verdrängte Gefühle frei wurden und der Magen den Zug über die Faszien einstellte, der zuvor an meinem Becken zog. Ich sah auch, dass eine bestimmte Trinkgewohnheit als Ersatzbefriedigung mitspielte. Die Wetterfühligkeit, von der ich annahm, dass sie den Migräne-Schmerz auslöste, löste sich langsam auf und nun blieb eine noch feinere Wahrnehmung ohne Schmerz.

Nun klingt der Schmerz noch in sanften Intervallen nach und erhält damit immer wieder seine Aufmerksamkeit, bis er irgendwann ausgeheilt ist. Dies ist eine wichtige Regenerations-Zeit für die Heilung“. 

 

 

Wissenschaft

Die führende Wissenschaft wie Quantenphysik, Gehirn- und Bewusstseinsforschung nähert sich mit ihren Forschungsergebnissen den Aussagen der tiefen spirituellen Menschen, die seit tausenden von Jahren über ihr Heilwissen berichten.

Vor wenigen Jahrzehnten war man in der medizinischen Forschung noch der Ansicht, dass Gene Krankheiten verursachen. Einige Jahre später haben führende Wissenschaftler jedoch herausgefunden, dass je nachdem, wie wir die Welt wahrnehmen, interpretieren und deuten, unsere Gene beeinflusst werden, die dann wiederum Krankheiten verursachen oder durch ein tiefes freies Bewusstsein zur Heilung führen können.

Eine gesunde Ernährung, körperliche Bewegung u. a. sind wunderbare Unterstützungen, wenn aber das Fundament - das unser Bewusstsein ist - statt sich als unsere wahre freie Natur sich als getrenntes Wesen in einer bedrohlichen und kranken Traumwelt ausdrückt, ist die Unterstützung mehr oder weniger wertlos und fließt nicht in das Fundament mit rein. Das ist so, als würden wir ein Haus bauen und mit den Seitenwänden oder mit dem Dach beginnen.

 

 

Bewusstsein, wie stellen wir uns das vor?

Nehmen wir als einfaches Beispiel die Luftfeuchtigkeit. Wir können sie zwar wahrnehmen, aber nicht sehen. Nähern wir uns aber einer Glasscheibe, kondensiert die Luftfeuchtigkeit und wird zu Wassertropfen, die damit sichtbar werden.

So ähnlich verhält es sich auch mit dem Bewusstsein, wir können es nur erahnen und uns dessen bewusst sein. Erhält das formlose Bewusstsein jedoch eine Form wie beispielsweise den Körper, so können wir unser Sein verkörpert wahrnehmen und Erfahrungen machen. Das Gehirn und das Nervensystem spiegeln uns unser Bewusstsein und geben ihm damit einen Ausdruck.

Körper und Bewusstsein ist Energie und Information, also Leben. Leben ist in ständiger Bewegung, so wie sich unsere Zellen immer wieder verändern und erneuern. Das heißt, wir haben durch unser Bewusstsein, unsere innere Einstellung, die Ernährungsweise und körperliche Bewegung die Möglichkeit, auf unseren Geist und Körper Einfluss zu nehmen und sie immer mehr in die Heilung zu führen.

So ist auch das Arbeiten und Auflösen von Glaubenskonzepten, unfreien Verhaltensmustern, Neurosen und Traumas - was wir zusammengefasst unter Schattenarbeit verstehen unumgänglich. Denn wenn beispielsweise unser dominierender Ausdruck von Wut, Hass und Traurigkeit geprägt ist, dann beeinflusst das unsere Körperchemie und die Zellteilung, so dass die ergänzenden Vitamine, Spurenelemente und Mineralien nicht genügend aufgenommen werden können. Im Geist werden wir vielleicht depressiv und hoffnungslos und der Körper wird allmählich welk, alt und gebrechlich.

Die innere Heilungsarbeit betrifft also vorwiegend unser Bewusstsein im Geist und im Körper. Wir sprechen hier nicht vom positiven Denken, denn das ist die Verstandesebene, die wiederum nur Schattenanteile kontrolliert und verdrängt. Es reicht also nicht aus, nur am Geist zu arbeiten und ihn aus seinen begrenzten Denkabläufen zu befreien, sondern auch um das Wahrnehmen der gespeicherten Gefühls- und Energiestrukturen, bis das Nervensystem und die Zellen immer mehr gereinigt und befreit sind.

Über Generationen werden Gene weitergegeben, die vielerlei Schattenstrukturen und Denkmuster beinhalten. Sobald wir uns als Ich wahrnehmen und die Eltern als unsere Eltern, werden die Muster und Denkweisen aktiviert und ausgeprägt. Hier übernehmen wir die Traumidentifikation unserer Eltern und Generationen. Nichtsdestotrotz kann irgendwann im Leben in uns der Impuls aufsteigen, uns aus dieser tiefsitzenden Identifikation radikal zu befreien. Dies ist ein wissenschaftlicher revolutionärer Durchbruch, was ein wirklich Befreiter bereits realisiert hat.

Passend zu dem Thema gibt es eine alte Geschichte:

Ein tief erwachter weiser Mann sitzt auf dem Gipfel auf dem Berg der Erkenntnis. Da macht sich der Wissenschaftler auf den Weg, den Berg zu besteigen. Kurz bevor er den Gipfel erreicht, trifft er erstaunt auf den Weisen und fragt ihn: „Was machst du denn hier?“

Der Weise schaut ihn an und antwortet ihm: „Tja, und wo warst du die ganze Zeit?“ 

 

Maria und Jörg

Januar 2017

 

 

 

 

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